Abnehmen mit Weight Watchers, den berühmten Punkten (auch ProPoints) oder Sattmachern ist mittlerweile in aller Munde. Die Firma Weight Watchers wurde bereits 1963 von einer Hausfrau gegründet und hat bis heute Bestand. Mittlerweile ist das Weight Watchers-Konzept in 30 Ländern vertreten und hat deutschlandweit über 300.000 Mitglieder. Weight Watchers beruht auf dem gemeinsamen Abnehmen und der Motivation durch eine Gruppe, dies ist allerdings kein Muss.

Wir haben das Prinzip näher unter die Lupe genommen und testen im Folgenden, ob Weight Watchers hält was es verspricht.

Strategie und Wirkung

Weight Watchers beruht auf einer kontinuierlichen Reduktion der täglichen Energiezufuhr in Form von Kohlehydraten, Proteinen und Fetten. Weight Watchers setzt somit auf eine langfristige Ernährungsumstellung.


Die Abnahme funktioniert konkret durch Zuweisung von Punkten (ProPoints). Man darf bei der Gewichtsreduktion mit Weight Watchers prinzipiell alles zu sich nehmen, allerdings in Maßen. Um dies zu kontrollieren und konsequent aber auch vereinfacht möglich zu machen, werden beim Abnehmen mit Weight Watchers jedem einzelnen Lebensmittel sogenannte Punkte (ProPoints) zugewiesen.

Jeder Teilnehmer der Weight Watchers- Methode bekommt seine persönliche Punkte-Zahl, mit der er die Weight Watchers Diät beginnt. Diese Punkteanzahl wird nach Alter, Größe, Gewicht und Geschlecht berechnet, um das Abnehmen möglichst angenehm und den persönlichen Bedürfnissen einer Person angepasst gestalten zu können.

Wie funktioniert das genau?

Die unterschiedlichen Lebensmittel bekommen sogenannte Punkte (ProPoints) zugewiesen. Je mehr Fett, Kohlehydrate usw. ein Produkt hat, umso höher ist die Punkteanzahl gemessen in ProPoints. Man kann also alles essen und muss dafür den Gegenwert in Punkten, den ProPoints, zählen. Solange bis der individuell errechnete Punktewert erreicht ist. Auch bei Weight Watchers wird zwischen „guten“ und „schlechten“ Kohlehydraten unterschieden.

Das bedeutet konkret, dass man entweder einfach solange seine Punkte auf die unterschiedlichen Mahlzeiten verteilen kann, bis sie erreicht sind und ab da an dann lediglich 0-Punkte-Lebensmittel zu sich nehmen darf (wie Obst und Gemüse). Es gibt bei der Weight Watchers-Methode aber auch sogenannte Sattmacher-Tage. Diese Sattmacher-Tage beruhen darauf, dass die „guten“ Kohlehydrate oder die „guten“ Fette mit einer vorgeschriebenen Punkteanzahl von 7 Punkten (ProPoints) für die Kohlenhydrate und 5 Punkten (ProPoints) für die Fette versehen sind. Diese kann man dann pro Mahlzeit zu sich nehmen bis man SATT ist.

Es gibt darüber hinaus gewisse Vorgaben, die pro Tag eingehalten werden sollten. Wie zum Beispiel mindestens 8 Portionen Obst/Gemüse pro Tag zu sich zu nehmen, ausreichend zu trinken, Calcium und gute Fette mit mindestens drei Portionen zu verzehren.

Bei Weight Watchers legt man von Anfang an ein Wunschgewicht fest und auch Meilensteine, die dem Teilnehmer allerdings nicht mitgeteilt werden, bevor er sie erreicht hat.

Sobald der Weight Watchers-Teilnehmer seinen ersten Meilenstein erreicht hat wird seine Punkteanzahl, die er am Tag zu sich nehmen darf, reduziert.

Zusätzlich gibt es bei der Weight Watchers-Methode die Möglichkeit, sich durch sogenannte Aktivitäten-Punkte weitere Punkte dazu zu verdienen. Diese Punkte kann man dann entweder wie Zusatzpunkte behandeln und „essen“ oder einfach nur sammeln und so den Abnahmeerfolg zusätzlich steigern. Auch Aktivitäten sind feste Punktewerte zugewiesen, die von Weight Watchers vorgegeben sind und durch Zeitintervalle, in denen man diese sportliche Betätigung ausübt, angegeben beziehungsweise gemessen und gewichtet.

Darüber hinaus ist wichtig zu wissen, dass Weight Watchers darauf beruht, in einer Gruppe abzunehmen. Dies bedeutet konkret, dass man sich einmal in der Woche in der Gruppe trifft und vor allen Teilnehmern gewogen wird, um zu schauen, wie viel abgenommen wurde. Beim Treffen können auch Erfahrungen und neue Rezepte, Erfolge oder Schwierigkeiten ausgetauscht werden, was das Durchhalten weiter unterstützt. Selbstverständlich gibt es die Möglichkeit, die Gewichtskontrolle auch online durchführen zu lassen, da es gerade Berufstätigen oder Müttern ja nicht immer möglich ist, zu festen Terminen einmal die Woche zu erscheinen.

Hierfür bietet sich insbesondere die App an, die es nach der erfolgreichen Online-Registrierung und damit verbundenen Zugangscodes auch ermöglicht, vollkommen ohne Erscheinen bei den Treffen Weight Watchers erfolgreich durchzuführen. Zudem ist diese Methode auch günstiger, da jedes einzelne Wiegen einen bestimmten Betrag an Kosten verursacht, die entrichtet werden müssen.


Die App berechnet die Punkteanzahl (ProPoints), die verzehrt werden darf. Darüber hinaus gibt es ein Tagebuch, in dem man die Lebensmittel nach verschiedensten Kategorien durchsuchen kann oder Punkte selber durch Eingabe der Nährwerte errechnen lassen werden können. Die Lebensmittel speichert man dann ab und der Punktestand wird automatisch angepasst und neu berechnet, sodass man jederzeit einen guten Überblick hat wie, viele ProPoints man noch übrig hat. Außerdem wird das Gewicht in regelmäßigen Abständen abgefragt und der Gewichtsverlauf graphisch dargestellt. Sollte man also einen Meilenstein erreicht haben, werden die zur Verfügung stehenden ProPoints pro Tag automatisch reduziert. Auch sportliche Aktivitäten kann man speichern und dementsprechend anrechnen oder in Form von ProPoints „verzehren“.

Die App bietet auch zahlreiche Rezeptideen, die man beispielsweise nach Küche, Zutaten oder noch verfügbaren ProPoints filtern kann. Auch Artikel und Erfolgsgeschichten lassen sich hier finden, sowie die Möglichkeit noch zu besorgende Dinge für ein Rezept direkt über einen Button als Einkaufsliste abzuspeichern.

Die App bietet somit eine hervorragende Alternative zu dem auf Treffen basierten Abnehmen mit Weight Watchers.

Punkte-Berechnungs-Beispiel

Die Punkte berechnen sich bei Weight Watchers wie folgt: Männer bekommen bei Weight Watchers von vorneherein 15 Punkte, Frauen 7. Bei einem Alter zwischen 18 und 20 Jahren gibt es weitere 5 Punkte, zwischen 21 und 35 Jahren gibt es 4 Punkte und zwischen 36 bis 50 Jahren 3 weitere Punkte. 2 Punkte gibt es dazu, wenn man zwischen 21 und 65 Jahren ist und sobald man älter als 65 ist darf man bei Weight Watchers lediglich noch einen Punkt dazu zählen.

Über das Alter und das Geschlecht hinaus spielt bei der Punkteberechnung bei Weight Watchers aber auch das Gewicht, mit dem man startet, eine wichtige Rolle. Man zählt immer die erste Zahl des aktuellen Gewichts dazu, das bedeutet konkret: Wiegt man 83 Kilo zählt man bei Weight Watchers weitere 8 Punkte dazu, wiegt man 110 kg rechnet man 11 Punkte dazu usw.

Der Faktor Körpergröße wird bei Weight Watchers wie folgt einbezogen: Ist man über 1,60m groß, so rechnet man sich weitere 2 Punkte dazu, ist man unter 1,60m groß rechnet Weight Watchers lediglich einen Punkt an.

Die Aktivitäten werden zu guter Letzt wie folgt einbezogen:

Wenn man eine sitzende Tätigkeit ausübt (Bürojob etc.) wird bei Weight Watchers kein weiterer Punkt angerechnet. Sitzt man beruflich nur selten und ist auch sonst viel in Bewegung, werden durch Weight Watchers weitere zwei Punkte angerechnet.

Läuft man den ganzen Tag herum und kommt auch sonst eigentlich nie richtig zum Stillstand, werden von Weight Watchers hier weitere 4 Punkte angerechnet. Körperliche Schwerstarbeiten werden bei Weight Watchers sogar mit 6 Punkten berücksichtigt.

Weight Watchers unterscheidet darüber hinaus ob man abnehmen möchte oder sein Gewicht halten will. Sollte man abnehmen wollen, gibt es an dieser Stelle keine weiteren Punkte, sollte man sein Gewicht halten wollen, werden einem hier zu guter Letzt noch weitere 4 Punkte gutgeschrieben.

Bei einer 21jährigen Bürokauffrau, die 90 Kilo wiegt und 1,75 groß ist und abnehmen möchte, bedeutet das nach Weight Watchers einen täglichen „Verzehr“ von 22 Punkten.

Teilnahmemöglichkeiten

Hier kommen wir zu einem ganz entscheidenden Punkt. Die Teilnahmne an Weight Watchers ist kostenpflichtig. Auch die regelmäßigen Treffen, bei denen man gewogen wird, sind kostenpflichtig.. Es kann jeder teilnehmen, dessen Gesundheitszustand es zulässt abnehmen zu müssen oder zu wollen.

Für die entstandenen Kosten werden einem allerdings auch Unterstützung durch Experten garantiert, Rezepte und Ratgeber zur Seite gestellt, Punkte berechnet, Tipps mitgeteilt und zahlreiche Möglichkeiten sich online auszutauschen oder sogar die Online-App von Weight Watchers mit dem Smartphone zu nutzen zur Verfügung gestellt. Die App beinhaltet wie oben bereits ausführlich beschrieben eine große Datenbank mit Rezepten, Punkten, Berechnungsmöglichkeiten und einem Online-Tagebuch, wo man alle Punkte speichern kann.

Einschätzung

In der Praxis gestaltet sich ein durchweg positives Bild von Weight Watchers. Abnehmen mit Weight Watchers ist sehr flexibel und simpel. Es ist für jeden nutzbar.


Man muss bei Weight Watchers auf rein gar nichts verzichten, sich nur ein wenig einschränken und kontrollieren, also einfach ein bewusstes Essverhalten entwickeln.

Darüber hinaus lässt es sich mit jedem Lebensstil vereinen und man muss nie Hunger leiden, da Obst und Gemüse ohne Einschränkung gegessen werden dürfen.

Darüber hinaus lässt sich das Programm mit der App hervorragend in jeden stressigen Alltag integrieren und leicht berechnen oder auch mit Sport ausgleichen, sollte ein Geschäftsessen einmal nicht genau eingeschätzt werden können bezüglich der ProPoints etc.

Fazit:

Nach eingehender Hinterfragung und Prüfung ergibt sich für Weight Watchers folgendes Bild:

Weight Watchers ist eine gesunde Methode um langfristig und gesund sein Gewicht zu reduzieren und bedient sich dabei einfachster Mittel wie der Verringerung der Energiezufuhr.

Durch die Gruppentreffen entsteht weitere Motivation und durch die Kontrolle seitens der Experten von Weight Watchers entsteht ein positiv auszulegender Zwang und Druck das Ziel erreichen zu wollen.

Weight Watchers ist mit jedem Lebensstil zu vereinen und auch im Berufsleben kein Problem. Durch den hohen Gemüse und Obstverzehr sowie der Vorschrift ausreichend zu trinken, bietet sich durch diese Ernährungsumstellung eine weitere positive Seite bei Weight Watchers, die langfristig durchgezogen, die Gewichtsreduktion verspricht.

Abschließend kommen wir zu dem Schluss, dass Weight Watchers absolut empfehlenswert ist und lediglich die Kosten als nachteilig gesehen werden könnten. Für das investierte Geld bietet Weight Watchers jedoch entsprechend viel Material, Tipps und Unterstützung.

Wichtig ist es, bei Weight Watchers die Langfristigkeit zu beachten, es eignet sich nicht um innerhalb von zwei Wochen schnell zwei Kilo abzunehmen. Man sieht bei Weight Watchers zwar schnelle Erfolge, allerdings nicht kurzfristig nach zwei Wochen, sondern kontinuierlich.

Pro und Contra

Pro:

  • + Für jeden nutzbar
  • + Motivation in der Gruppe
  • + Langjährige Erfolgsgeschichte
  • + Gesundes Abnehmen und Halten des Gewichts
  • + Einfache Durchführung, langfristiges Durchhalten
  • + Zahlreiche Rezepte, Online-Foren, Tipps und Ratgeber
  • + Professionell und anwenderfreundliche App

Contra:

  • – Kosten
  • – Gefahr des negativen Gruppenzwangs
  • – Langfristig ausgelegt, kein „zwei-Wochen-Notfallplan“