Wer trainieren geht, sollte seinen Körper kennen. Bevor es an die Eisen geht, hier ein paar Worte zu Muskeln und wie Muskelaufbau funktioniert.

Was sind Muskeln?

Um zu verstehen wie und warum Krafttraining funktioniert, muss man sich zunächst die Aufgabe der Muskulatur im menschlichen Körper vor Augen führen. Bei Muskeln handelt es sich um kontraktile Organe, die durch Kontraktion und Erschlaffen die Bewegung der inneren und äußeren Strukturen des Organismus ermöglichen. Muskeln bestehen aus einzelnen Muskelfasern, die zu Faserbündeln zusammengefasst sind. Als Typen der Skelettmuskelfasern sind die schnellen (roten) und die langsamen (weißen) Zuckungsfasern sowie der Intermediärtyp als Zwischenform zu unterscheiden. Muskeln sind im Organismus dafür verantwortlich zu halten, zu stützen, zu stabilisieren und zu bewegen. Die Muskulatur des Menschen besteht aus 656 Muskeln. Der Anteil an der Gesamtkörpermasse beträgt bei Männern etwa 40% und bei Frauen etwa 23%, wobei diese Werte durch eine Beanspruchung beeinflusst werden können.

Muskelwachstum

Muskelwachstum wird durch die Belastung von Muskeln ausgelöst. Diesen Zusammenhang macht sich das Muskeltraining zunutze und setzt gezielt Reize, um Muskelwachstum auszulösen. Das Muskeltraining führt zu der Ausschüttung des Wachstumshormons Somatropin, welches das Gewebewachstum stimuliert.

Der Körper ist darauf angelegt, sich auf die in der Vergangenheit gestellten Anforderungen anzupassen. Dies bedeutet, dass sich der Körper abhängig von der körperlichen Belastung verändert. Dies ist bei der Auswahl der für Dich geeigneten Trainingsmethode zu berücksichtigen. Möchtest Du zum Beispiel Deine Kraft-Ausdauer-Leistung verbessern, sind entsprechende Übungen in den Trainingsplan aufzunehmen. Möchtest Du möglichst viel Muskelmasse zulegen, musst Du an die Grenzen der Belastung gehen. Natürlich funktioniert das Prinzip auch anders herum: Sobald die gesetzten Reize den Muskel unterfordern, wird der Körper die Muskelmasse reduzieren. Vorhandene Muskeln verbrauchen Energie und sind daher „unwirtschaftlich“, wenn sie nicht benötigt werden, um Arbeit zu verrichten. Sie werden verschwinden, wenn Du sie nicht forderst.