Yokebe ist ein interessantes Produkt, um einfach und schnell Gewicht zu reduzieren. Langfristig zielt der Yokebe-Diätplan auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Wir haben uns Yokebe in unserem Test genau angeschaut und geben einen Überblick über Vorteile und Nachteile.

Der Weg zum Wunschgewicht kann gerade für Genussmenschen schwer sein. Oft zwingt der Beruf einen dazu, viele Stunden des Tages kalorienschonend vor dem Bildschirm zu verbringen. In der Mittagspause wartet dann das fettige Essen aus der Kantine, natürlich mit Nachtisch. Ist die Arbeit spät am Tage erledigt, geht es mit den Freunden zum Italiener oder es wartet Hausmannskost im familiären Kreis. Dann fällt es schwer, noch den Weg ins Fitnessstudio oder auf die Laufstrecke zu finden, wo doch Knabbereien vor dem Fernseher locken. Kalorienüberschuss trifft auf Bewegungsarmut. Es kommt wie es kommen muss: irgendwann zwickt die Hose und es stellt sich die Frage, wie man diesen Teufelskreis unterbrechen kann. Wer an beiden Stellschrauben, also Ernährung und Bewegung dreht, wird erfolgreich sein. Im Alltag eine kalorienarme Ernährungsweise zu erlernen ist nicht einfach. Hierbei kann es hilfreich sein, die Kalorienzufuhr zunächst mit der Aktivkost von Yokebe zu kontrollieren.


1. Was ist Yokebe und wie wird ein Yokebe Drink zubereitet?

Yokebe ist ein Pulver, das dazu gedacht ist nach einem Diätplan Mahlzeiten zu ersetzen. Hiermit soll die Gewichtsreduktion unterstützt werden. Yokebe gehört damit zu der Gruppe der „Formula-Diäten“. Andere Vertreter dieser Gattung sind beispielsweise Almased, Slimfast oder auch Herba Life. Für eine Mahlzeit werden nach dem Grundrezept fünf Messlöffel des Pulvers, 200ml fettarme Milch (1,5%) und 1/2 EL Pflanzenöl zu einem Shake zubereitet. Es wird ein Pflanzenöl mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, z.B. Sonnenblumen- oder Distelöl, empfohlen. Welches Öl verwendet wird, hat große Auswirkungen auf den Geschmack – hier kann es sich lohnen das Öl nach den eigenen Vorlieben zu variieren.

Die Zusammensetzung des Shakes ist so gewählt, dass dem Körper bei einer Mahlzeit vergleichsweise wenige Kalorien zugeführt werden. Gleichzeitig beugt die Rezeptur Mangelerscheinungen vor. Als sogenannte Formula-Diät muss Yokebe der Diätverordnung entsprechen. Für Interessierte sind die Einzelheiten zu der Zusammensetzung und den gesetzlichen Rahmenbedingungen in einem Absatz unten beschrieben.

Die Inhaltsstoffe und Produktzusammensetzung im Einzelnen (Auszüge):

Yokebe. Die Aktivkost Classic Gramm pro 100g Brennwertzusammensetzung Kalorien

Varianten

Protein KH Fett Protein KH Fett (kcal)
Verzehrfertiges Produkt – 100g 13,9 12,0 2,7 43 38 19 128
Vitamine Mineralstoffe in mg
Vitamin C 7,3mg Eisen 2,1
Vitamin A 100,5µg Zink 1,3
Vitamin D 0,7µg Magnesium 23
Vitamin E 1,7mg Niacin 2,4
Vitamin B1 0,2mg Kalium 232,9
Vitamin B2 0,3mg Kalzium 189,8
Vitamin B6 0,6mg Phosphor 173,9
Vitamin B12 1,1µg Kupfer 0,2

2. Grundsätzliche Funktionsweise

Der Yokebe-Diätplan funktioniert als klassische Reduktionsdiät. Der Gesamtbedarf des Körpers wird durch die kontrollierte Energiezufuhr unterschritten und damit ein Kaloriendefizit hergestellt. Mit anderen Worten: Der Körper verstoffwechselt mehr Energie als ihm zugeführt wird, es kommt zur Gewichtsabnahme. Wird Yokebe nach dem Grundrezept zubereitet (200ml Milch + 50 g Pulver + 1/2 EL Planzenöl) enthält ein Drink etwa 300kcal. Mit unserem Gesamtumsetzrechner kann man leicht ermitteln, wie hoch das Kaloriendefizit ausfällt, wenn die zugeführte Energiemenge genau feststeht.

Für eine nachhaltige Gewichtsreduktion empfehlen wir als Daumenregel, den Gesamtumsatz um nicht mehr als 500 kcal pro Tag zu unterschreiten. Der Yokebe-Diätplan empfiehlt – unabhängig von dem konkreten Grundumsatz vier Phasen, in denen die Ernährungsweise variiert wird.

3. Der Yokebe-Diätplan

Nach den Vorstellungen des Herstellers, der Naturwohl Pharma GmbH, begleitet der „Yokebe-Diätplan“ in vier Schritte zum Wunschgewicht. Hintereinander reihen sich über eine Dauer von mindestens zehn Wochen die Konzentrationsphase, die Lernphase, die Vertiefungsphase und die Kontinuitätsphase. Während jeder Phase kann zwischendurch mit Gemüsebrühe Heißhungerphasen entegegengewirkt werden.

Es geht mit der einwöchigen Konzentrationsphase los. Zunächst werden alle drei Mahlzeiten am Tag durch einen Yokebe-Shake ersetzt. Werden die Shakes nach dem Grundrezept zubereitet, bekommt der Körper täglich 900 kcal zugeführt. Dies zielt auf ein sehr großes Kaloriendefizit und damit auf einen großen Gewichtsverlust ab. Hierzu ein kurzes Beispiel: Eine Frau mit normalen Werten (Gewicht 65kg, 170 cm Körpergröße, 40 Jahre alt) und einem Bürojob hat einen BMI von 22 und einen Gesamtumsatz von 1793 kcal/Tag. Dieser Energiebedarf wird im Beispiel um 893 kcal unterschritten. Das Kaloriendefizit fällt noch höher aus, wenn gleichzeit Sport getrieben wird. Die ausschließliche Ernährung mit Yokebe-Shakes ist für den Körper anstrengend. Aus diesem Grund weist der Hersteller zu recht darauf hin, dass der Körper in dieser Phase nicht durch zu viel Bewegung überfordert werden sollte. Wir raten ausdrücklich dazu, die auf Yokebe-Drinks beschränkte Ernährung, jedenfalls nicht länger als die vom Hersteller vorgeschlagene Woche durchzuführen. Aus unserer Sicht ist das Risiko sonst zu groß vor allem Muskelmasse und nicht Fett zu verlieren.

Nach dem Diätplan folgt dann über vier Wochen die Lernphase. Hierbei werden Frühstück und Abendbrot weiter durch einen Yokebe-Shake ersetzt. Zum Mittagessen wird eine ausgewogene Mahlzeit empfohlen. Der Yokebe-Diätplan zielt nicht zuletzt darauf ab, durch die einleitende Konzentrationsphase alte Ernährungsmuster zu durchbrechen. Wenn während der Lernphase zum Mittag wieder eine normale Mahlzeit „erlaubt“ ist, ermöglicht dies auch ein neues Essverhalten zu erlernen. Für eine gelungene Sporternährung sollte auf frische Zutaten geachtet werden. Lebensmittel mit geringer Energiedichte (z.B. Brokoli) sind besonders gut geeignet. Bei entsprechender sportlicher Betätigung ist auch eine proteinbetonte und kohlenhydratarme Ernährung empfehlenswert. Auch in dieser Phase des Diätplanes sollte man sich sportlich nicht zu sehr verausgaben. Allerdings wäre es auch ungünstig jegliche Bewegung einzustellen. In den Phasen, in denen der Körper von „seiner Substanz“ leben muss, sollte dem – ohnehin nicht vollständig vermeidbaren – Muskelabbau so gut wie es geht vorgebeugt werden.

Nach der Lernphase schließt sich über fünf Wochen die Vertiefungsphase an. Entweder das Frühstück oder die Mahlzeit am Abend wird durch einen Yokebe-Shake ersetzt. Die anderen beiden Mahlzeiten sollen abwechslungsreich und ausgewogen gestaltet werden. Die Vertiefungsphase bietet die Gelegenheit, das neu erlernte Essverhalten zu festigen. Dem Körper steht in der Vertiefungsphase wieder ausreichend Energie zur Verfügung, um ein leichtes aber regelmäßiges Sportprogramm zu absolvieren.

Ab der 10. Woche schließt sich im Yokebe-Diätplan die Kontinuitätsphase an. Yokebe-Shakes kommen nun nur noch bei Bedarf zum Einsatz. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung sollte den Regelfall darstellen. Langfristig ist nicht zu vermeiden, dass es zu „Ernährungsunfällen“ kommt. Aus unserer Sicht spricht nichts dagegen, bei der Grillparty ordentlich zuzulangen und den Abend bei einem Glas Wein ausklingen zu lassen. Wichtig ist vor allen zu lernen, dass diese Abweichung nicht zur Regel werden sollte. Die Kalorienbilanz kann dann wieder repariert werden, wenn am Tag nach dem Fest eine oder zwei Mahlzeiten durch Yokebe-Drinks ersetzt werden.


4. Erfahrungen und Bewertung mit Yokebe

Um es ganz klar zu sagen: eine Formula-Diät ist aus unserer Sicht keine optimale Ernährung. Allerdings mussten auch wir feststellen, dass es unheimlich schwer ist, von einen Tag auf den anderen von einer Fast-Food-orientierten Ernährung auf „gesund und abwechslungsreich“ umzuschalten. Hinzu kommt, dass es ohnehin kein Patentrezept für alle gibt. So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich sind auch die passenden Ernährungskonzepte. Der eine braucht den harten „Schnitt“, der andere den sanften Übergang.

Der Yokebe-Diätplan unterstützt den Umlernprozess. Zunächst braucht man sich wenig Gedanken darüber zu machen „was“ denn ab morgen auf den Tisch kommen soll. Ein Yokebe-Shake ist einfach zuzubereiten und leicht in den Job-Alltag zu integrieren. Sind die alten Ernährungsgewohnheiten (Kantine: Currywurst-Theke) einmal unterbrochen, geht der Yokebe-Plan behutsam vor: Zunächst muss man sich nur überlegen, welches Mittagsgericht denn gesund und abwechslungsreich ist und schmecken könnte. Diejenigen, die es bis zur Kontinuitätsphase schaffen, sammeln sich nach und nach passende Rezepte zusammen. Zum Glück gibt es hierzu eine Menge empfehlenswerte Literatur, in der man sich inspirieren lassen kann. So leicht der Yokebe-Diätplan auf den ersten Blick auch sein mag, so schwer fällt es manchen das Programm durchzuhalten. Flüssignahrung ist nicht jedermanns Sache. Damit das Durchhalten leichter fällt darf und sollte das Grundrezept variiert werden.

Die Nachteile des Yokebe-Diätplans ergeben sich aus dem Konzept selbst: Die Ernährung mit Shakes ist geschmacklich eintönig. Ausschließlich von einem flüssigen Lebensmittel zu leben, ist doch sehr gewöhnungsbedürftig. Hinzu kommt, dass Essen eben nicht nur der Energiezufuhr dient. Am Frühstückstisch wird besprochen, was am Tag ansteht. In der Kantine werden Kontakte gepflegt. Am Abendbrottisch kommt die Familie zusammen. Das Mittel (Essen) zum Zweck (soziale Kontakte) fällt weg. Daneben soll auch nicht verschwiegen werden, dass während eines Yokebe-Diätplans einige Dosen des nicht billigenPulvers verbraucht werden.

Allerdings sprechen auch einige Vorteile für den Yokebe-Diätplan. Vor allem ist das Prinzip einfach. Die klare und nachvollziehbare Struktur der Ernährungsumstellung führt nach unseren Erfahrungen und den Berichten, die uns erreichen zu außerordentlich beachtlichen Erfolgen.


Der Yokebe-Diätplan greift die „Psychologie“ des Abnehmwilligen auf und lenkt sie in sinnvolle Bahnen: Am Anfang steht oft eine große Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper. Gleichzeitig existiert oft eine große Unsicherheit, wie das Projekt „gesunde Ernährung“ erfolgreich angangen werden kann. Mit dem Yokebe-Diätplan steht eine klare Strategie zur Verfügung. Mit der anfänglichen großen Unzufriedenheit ist auch die Motivation scheinbar unbegrenzt. Dieser Effekt wird durch das Yokebe-Prinzip aufgegriffen. Mit den alten Abläufen wird gebrochen, nichts bleibt wie es ist, denn erstmal ist jede Mahlzeit ein Yokebe-Shake. Die entbehrungsreiche Woche ist mit der großen Anfangsmotivation im Rücken leichter zu schaffen. Ab diesem Punkt geht es, Schritt für Schritt, aufwärts. In der Lernphase muss man sich nur ein Gericht (statt drei Gerichten) am Tag überlegen, das ausgewogen, energiearm und lecker ist.
Hinzu kommt, dass Yokebe sich durch eine sehr hochwertige Zusammensetzung auszeichnet. Die enthaltenen Proteine zeichnen sich durch eine hohe biologische Wertigkeit aus und können so besonders gut vom Körper weiterverarbeitet werden.

5. Unser Ergebnis

Wir sind davon überzeugt, dass Yokebe für viele Abnehmwillige ein sehr hilfreiches Hilfsmittel sein kann, um eine Ernährungsumstellung zu schaffen. Natürlich ist es aus unserer Sicht sinnvoller, sofort mit einer sportbetonten und ausgewogenen Ernährung zu starten und zugleich ein abwechslungsreiches Sportprogramm zu starten. Dieser fromme Wunsch ist aber für viele – aus unterschiedlichen Gründen – nicht ohne weiteres umsetzbar. Dann ist es aus unserer Sicht vertretbar, sich zunächst an dem Yokebe-Diätplan zu orientieren. Denn auch noch dem Konzept der Hersteller soll Yokebe für eine bestimmte Phase die Ernährung dominieren, letztlich aber zu einer guten Ernährung hinführen.

6. Kurzübersicht der Ergebnisse

Die Vorteile
+ einfaches Prinzip
+ hochwertige Zusammensetzung
+ gute Erfolgsquote
+ auf das Ziel einer gesunden Ernährung gerichtet

Die Nachteile
– wenig abwechslungsreich
– soziale Komponente des Essens entfällt

 

PS: Für die, die es interessiert: Die rechtliche Rahmenbedingungen

Hersteller von Formula-Diäten können ihre Produkte nicht nach Gutdünken auf den Markt bringen. Sie müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen einhalten, so dass sich der Verbraucher darauf verlassen kann, dass „sein“ Diätpulver bestimmte Mindeststandards erfüllt.

Yokebe ist als „Lebensmittel für kalorienarme Ernährung zur Gewichtsverringerung“ im Sinne von § 1 Abs. 4 der Diätverordnung einzustufen. Hierunter fallen nach der Vorschrift Erzeugnisse, die als Ersatz für eine ganze Tagesration oder als für eine oder mehrere Mahlzeiten im Rahmen einer Tagesration bestimmt sind und einen begrenzten Energiegehalt und eine besondere Zusammensetzung aufweisen. Bei Lebensmitteln zur kalorienarmen Ernährung zur Gerichtsverringerung gelten nach der Diätverordnung spezielle Anforderungen an die Zusammensetzung (§ 14a DiätV) und Kennzeichnung (§ 21a DiätV). Für die Details in der Zusammensetzung verweist § 14a die Diätverordnung auf die in Anlage 7 der Verordnung. Hier ist genau festgelegt, welche Grenzwerte ein Formula-Produkt zgl. Brennwert, Proteinen, Fetten, Ballaststoffen, Vitaminen, Aminosäuren und Nährstoffen einhalten müssen. Für eine Mahlzeit ist festgelegt, dass der Brennwert zwischen 200 und 400 kcal liegen muss. Zwischen 25% und 50% der Energiemenge müssen aus Proteinen stammen, nicht mehr als 30% dürfen aus Fetten herrühren.

Das Lebensmittel darf nach §14a Abs. 1 DiätV nur dann gewerbsmäßig hergestellt und in den Verkehr gebracht werden, wenn bei dem Zusatz von Zusatzstoffen und anderen Stoffen zu ernährungsphysiologischen oder diätischen Zwecken die §§ 7, 7a und 7b der DiätV beachtet werden. Hiernach sind die in Anlage 2 zur DiätV aufgeführten Zusatzstoffe zugelassen. Die angegebenen Höchstmengen dürfen nicht überschritten werden, soweit Mindestmengen angegeben sind, dürfen diese nicht unterschritten werden. Der Zusatz von Stoffen, die nicht, bzw. nicht für ein bestimmtes diätisches Lebensmittel in der Anlage 2 zugelassen ist, ist verboten, § 7a DiätV. Weiter ist der Zusatz von Stoffen nach § 7b DiätV nur insoweit gestattet, als hiermit den besonderen Ernährungserfordernissen Rechnung getragen wird. Auf Verlangen der zuständigen Behörde muss der Hersteller die wissenschaftlichen Belege vorweisen.