Nach unserer Meinung zählt nur der Trainingserfolg ohne die Zuführung verbotener Substanzen. Auf unserer Seite deswegen nur um die „saubere“ Trainingsoptimierung. Doping führt im Breitensport zu unnötigen körperlichen Schäden und im Leistungssport zudem zu unfairen Leistungsvorteilen. Es ist schon bestürzend, wenn es einen eigenen Begriff für sauberes Body Building geben muss („Natural Body Building“). Bei der Produktauswahl kann die „Kölner Liste“ helfen. Was es hiermit auf sich hat, wollen wir einmal kurz zusammenstellen.

Sinn und Unsinn von Supplementen

Neben fundierten Kenntnissen über Trainingssysteme und die Vorgänge im Körper, die die erstrebenswerte Reduktion von Fettgewebe und den Aufbau von Muskelgewebe bewirken, ist für einen langfristigen Erfolg auch die richtig Nährstoffzufuhr nötig. Supplemente sind hierfür nicht unbedingt erforderlich. Für den fortgeschrittenen Sportler kann aber die Ergänzung einer ausgewogenen Ernährung mit Supplementen Trainingserfolge unterstützen, ohne dass dies verbotenes Doping ist. Beispielsweise kann ein sehr hoher Eiweißbedarf oft nur schwer allein mit unverarbeiteten Proteinquellen gedeckt werden. Die Grundprodukte sind oft auf Dauer relativ teuer und benötigen oft eine gewisse Mühe in Ihrer Zubereitung. Proteinpulver können hier helfen, die Deckung des Bedarfs zu unterstützen. Bei der Auswahl des richtigen Produkts kann man auf ein hochwertiges Eiweiß zu akzeptablen Preisen zurückgreifen, das sich zudem flexibel einsetzen lässt (z.B. Anmischen noch im Fitnessstudio). Diese Bequemlichkeits- und Kostenargumente sprechen auch für einen Supplementeinsatz bei allen ambitionierten Sportlern.

Die Kölner Liste

Bei der Kölner Liste handelt es sich um eine Plattform des Olympiastützpunkts Rheinland. In die Liste werden Produkte mit einem minimierten Doping-Risiko aufgenommen. Leistungssportler erhalten hier also eine Informationsquelle, um zu erfahren, welche Produkte konsumiert werden können, ohne dass es später zu unberechtigten Doping-Vorwürfen kommt.


Die Schaffung einer solchen Zusammenstellung war angesichts der Feststellung erforderlich geworden, dass ein nicht unerheblicher Anteil (international ca. 15%, national ca. 10%) von Nahrungsergänzungsmitteln verbotene Anabolika enthielt. Selbst wenn mit den in den Supplementen enthaltenen Substanzen keine leistungssteigernden Wirkungen verbunden waren, drohte doch für den Profi-Sportler damit ein positiver Dopingbefund und damit erhebliche negative Konsequenzen für die Karriere.

Da der einzelne Sportler weder Mittel noch Möglichkeit hat, die Qualität von Supplementen selbst nachzuprüfen bestand ein großes Bedürfnis danach, von neutraler Seite eine Aussage über die Unbedenklichkeit einzelner Produkte zu erhalten. Die Kölner Liste ist diese freiwillige und unabhängige Plattform. Aus der Sicht der Hersteller bedeutet eine Aufnahme in die Kölner Liste natürlich auch ein Marketing Argument, da sich ein vermindertes Doping-Risiko verkaufsfördernd auswirken dürfte.

Was die Kölner Liste aussagt und was nicht

Nur weil ein Nahrungsergänzungsmittel auf der Kölner Liste steht bedeutet dies nicht, dass von dieser Seite eine Anwendung empfohlen wird. Auch wird keine Garantie für eine Dopingfreiheit übernommen. Durch einen unabhängigen Test wird ermittelt, ob in einem Produkt anabol-androgene Steroide (Prohormone) enthalten sind. Die Aufnahme in die Kölner Liste besagt aber zumindest, dass die Gefahr dass ein bestimmtes Produkt verbotene Substanzen enthält, minimiert ist.

Allerdings ist die Aufnahme in die Kölner Liste für die Hersteller auch mit Kosten pro Produkteintrag verbunden. Insofern ist es für die Hersteller auch eine ökonomische Frage, ob das (ganze) Produktportfolio getestet und in die Kölner Liste aufgenommen werden soll. Besonders für kleinere Hersteller stellt dieser Kostenfaktor ein Argument dafür dar, sich gegen eine Listung zu entscheiden. Es liegt auf der Hand, dass die Kosten auf auf den Produktpreis aufgeschlagen und an den Kunden weitergegeben werden. Bei großen und bekannten Herstellern mit großen Verkaufsmengen fällt dies natürlich weniger ins Gewicht. Gleichwohl müssen auch Produkte, die nicht auf der Kölner Liste stehen nicht schlecht sein. Für Profi-Sportler wird sich diese Frage jedoch kaum stellen, diesen wird der Ausschluss von Restrisiken (ggf.) ein Aufpreis Wert sein.

Beispiele für gute Produkte, die (nicht) auf der Kölner Liste stehen

Abschließend stellen wir noch einigeempfehlenswerte Produkte nebeneinander, die (nicht) auf der Kölner Liste stehen.

Protein

 


Olimp Whey Protein Complex Kölner Liste: Ja, Produziert in: Europa, polnischer Hersteller

 

Frey Nutrition ProteinKölner Liste: Ja, Produziert in: Deutschland

 

Esn Designer Whey ProteinKölner Liste: Nein, Produziert in: Deutschland

 

Kreatin/Creatin

Frey Nutrition Creatin X6Kölner Liste: Ja, Produziert in: Deutschland

 

Olimp AAKG Extreme Mega CapsKölner Liste: Ja, Produziert in: Deutschland

 

Esn Ultrapure Creatine NaturalKölner Liste: Nein, Produziert in: Deutschland