personaltrainerWas ist eigentlich für den Traumkörper wichtiger – ein hartes Training oder eine gesunde und ausgewogene Ernährung? Diese Frage ist durchaus berechtigt, machen sich doch die meisten auf dem Weg zu ihrem Traumkörper viele Gedanken darüber, welches Training das beste für sie ist. Dies macht aber eigentlich nur Sinn, wenn die Art und Weise der körperlichen Betätigung für unseren Erfolg entscheidend ist. Welcher Aspekt ist denn nun wichtiger, Training oder Ernährung?

Wir wollen die Antwort vorwegnehmen: Fehler bei der Ernährung lassen sich durch ein Training nur noch schwer ausgleichen. Hierzu vielleicht ein kleines Beispiel.


Von den 24 Stunden ist Tages verschlafen wir sprichwörtlich 6-9 Stunden. Dies sind im Schnitt etwa 30% der Tageszeit. Wie viele Stunden sind wir von den restlichen 70% körperlich aktiv? Sicher, wir machen Besorgungen, fegen mal die Terrasse und ackern im Fitnessstudio oder auf dem Sportplatz. Allerdings nimmt die für Bewegung aufgewandte Zeit in unserem modernen Leben nur noch einen sehr untergeordneten Teil ein. Für viele beschränkt sich die Bewegung an Werktagen darauf, von der Haustür zum Auto zu laufen. Dann geht´s regensicher per Auto weiter zur Firma. Den Rest des Tages verbringt man dann sitzend. Abends geht es dann auf die gleiche bewegungsarme und kaloriensparende Weise zurück.

Optimistisch gerechnet, sind wir vielleicht knappe zwei Stunden am Tag in Aktion. Dies sind dann gute 10% des Tages. Den Rest der Zeit gehen wir belastungsarmen Tätigkeiten nach oder benutzen motorisierte Fortbewegungsmittel. Wir haben also in 60% des Tages dafür Zeit unseren Traumkörper durch eine ungünstige Ernährungsweise zu sabotieren. Mit anderen Worten: Es ist ein leichtes, durch falsches Essen Kalorien über unseren Gesamtumsatz hinaus aufzunehmen und fett zu werden.

Es wird aber noch schlimmer. Jeder kennt das Gefühl, wenn man den inneren Schweinehund überwunden hat und nach einem anstrengenden Arbeitstag eine Runde auf dem Laufband absolviert hat. Man fühlt sich toll, hat sich überwunden. Aber man hat sich doch auch etwas verdient. Viele tun sich etwas „Gutes“ und belohnen sich mit Essen. Es versteht sich von selbst, dass der Sinn selten nach Reis mit Putenbrust steht. Nein, die Gelüste auf etwas Herzhaftes nehmen überhand, so dass noch direkt nach dem Training die Imbissbude angesteuert wird. Oder es sind die Chips auf der Couch, die man sich „gönnt“.

Dies führt zu zwei Erkenntnissen.

  • Erstens sollte das Training Spaß machen. So wird man die „aktive Zeit“ nicht auch noch als entbehrungsreich und mühselig empfinden. Natürlich darf der Tag auch hin und wieder an der Imbissbude enden, aber bitte nicht als Reflex in einem „Belohnungssystem“. Es macht also Sinn sich sehr genau zu überlegen, wie man die wenige Freizeit aktiv gestalten kann. Im besten Fall wird schon das Training selbst als Belohnung sein.
  • Zweitens sollte man sich darüber im Klaren darüber sein, welchen Einfluss die Ernährung auf unseren Trainingserfolg hat: den überwiegenden. Deshalb wird man sportliche Ziele nie erreichen können, wenn dieser wichtigere Faktor unberücksichtigt bleibt. Vor diesem Hintergrund sollte man sich zum einen überlegen, wie der spärliche Bewegungsanteil an der Tageszeit erhöht werden kann. Kann der Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad absolviert werden? Besteht die Möglichkeit in der Mittagspause eine Einheit auf dem Laufband im Fitnessstudio einzulegen? Muss es immer der Fahrstuhl sein oder kann man die paar Stockwerke nicht eben hochsprinten. Zum anderen sollte die Nahrungszufuhr das tatsächliche Bewegungsprofil berücksichtigen. Büroarbeiter müssen energiereiche Nahrung eher meiden als Waldarbeiter. In den Kantinen hat man aber eher den Eindruck von Waldarbeitern umgeben zu sein.

Damit wird auch schon klar, warum diejenigen scheitern, die nur ihr Trainingsverhalten verändern. Sicherlich kann man dem Körper bereits viel gutes Tun, wenn ein durchdachtes Training absolviert wird. Wird aber nicht zugleich auch an der Schraube der Ernährung gedreht, macht man es sich unnötig schwer. Erfolge werden später sichtbar. Zugleich wird das Geschaffte schneller riskiert, wenn in einer Lebensphase das Training nicht in den Alltag integriert werden kann. Dann droht man mit voller Wucht zurückgeworfen zu werden.

Und nun?

Zunächst solltest Du Dir einen Überblick darüber verschaffen, wie Deine persönliche Kalorienbilanz aussieht. Einen ersten Überblick kannst Du Dir mit unserem Gesamtumsatzrechner verschaffen. Er zeigt – abhängig von Deinem persönlichen Aktivitätsprofil – auf, wie viele Kalorien Du am Tag verbrennst. Dann kannst Du ein Gefühl dafür entwickeln, ob Deine Ernährung schon gut auf das Training angepasst ist oder weiterer Handlungsbedarf besteht.

PersonalTrainer: